Hirnleistungsstörungen / Demenzen

Hirnleistungsstörungen können im Rahmen des normalen Alterungsprozesses auftreten, können in Form von minimalen Hirnleistungsstörungen über den altersgemäßen Abbau hinaus auftreten oder im Rahmen von Demenzen (ca. 1% der Bevölkerung) eigenständige und behandlungsbedürftige, fortschreitende Krankheiten darstellen (Alzheimer-Krankheit, vaskuläre Demenz und andere Demenzerkrankungen). Auch können viele Krankheiten des Gehirns isolierte kognitive Störungen hervorrufen, so dass keine Demenz, sondern vielleicht nur isoliert Gedächtnisstörungen, Sprachstörungen oder Handlungsstörungen auftreten.

Bei Demenzen stehen Gedächtnisstörungen im Vordergrund, wobei zusätzlich andere Störungen (Handlungsplanung, Raumverarbeitung, Sprachstörungen, Störungen praktischer Fertigkeiten, etc.) auftreten können. Bei vaskulären Demenzen sind zusätzlich Zeichen von Durchblutungsstörungen (z.B. Schlaganfälle) vorhanden. Bei der Alzheimer-Krankheit finden sich diese nicht.

Die Behandlung richtet sich nach der Ursache der Demenz. Die früher übliche Annahme, man könne bei der Alzheimer-Demenz nichts tun ist falsch. Allerdings kann man verlorene Fähigkeiten nicht wieder zurückholen. Der Abbauprozess lässt sich aber über einige Jahre verzögern. Hierzu sind je nach Schweregrad der Alzheimer-Demenz verschiedene Medikamente (Antidementiva) zugelassen und wirksam.